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Baselland Transport AG (BLT)

   MB O 530 Citaro C1 81–85, 86 (4), 87, 91–97, 31–46, 1+2, 9 (1998–)


Dreitüriger Wagen 44 des letzten Lieferloses von 2006 im Ablieferungszustand.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 219_5)

 

Sowohl als Ersatz für auszumusternde, zumeist hochflurige Autobusse als auch für Erhöhungen des Fahrzeugbestandes infolge Taktverdichtungen oder neueröffneten Linien beschaffte die BLT zwischen 1998 und 2006 in verschiedenen Teilserien insgesamt 30 Normalbusse des Typ MB O 530 Citaro C1. Hinzu kamen Anfang 2013 drei Fahrzeuge der AGSE (Nrn. 1, 2 und 9), wovon zwei Wagen bereits nach dreimonatiger Einsatzzeit wieder ausgemustert wurden.

Die Fahrzeuge unterscheiden sich hauptsächlich in der Türanzahl. Geringfügige Unterschiede bestehen auch bei der Motorbauart. Die Beschaffung erfolgte in nachstehend aufgeführten Losen:

  • 81–86, 1; zweitürig; EURO 2; 1998–99
  • 87, 91–97, 2; zweitürig; EURO 2;2000, 2001
  • 31–36; dreitürig; EURO 3; 2003
  • 37–40; dreitürig; EURO 3; 2004
  • 41–46, 9; dreitürig; EURO 3; 2006

Bei den unter dem Marken-und Modellnamen «Mercedes-Benz Citaro» vetriebenen Bussen handelt es sich um von EvoBus, einer einhundertprozentigen Tochtergesellschaft der Daimler AG, produzierte Fahrzeuge, welche beinahe weltweit in grosser Stückzahl verkehren. Sie lösten ab 1997 die nicht minder erfolgreiche und verbreitete Modellreihe O 405 N ab. Die Niederflurbusse sind in verschiedensten Varianten und Ausstattungen lieferbar.

Die BLT setzte auf die Ausführung mit liegendem Heck-Unterflurmotor und Oxidationskatalysator. Russpartikelfilter wurden ab 2001 geordert und bei den älteren Fahrzeugen 2006 nachgerüstet.

Sämtliche Busse sind unklimatisiert und verfügen nur über ungenügende Lüftungsmöglichkeiten. Die vordere Matrixanzeige ist blendfrei lesbar in einem auskragendem Kasten über der Frontscheibe untergebracht («Stadtfront»). Es kamen durchwegs Innenschwenktüren zum Einbau.

Nur wenige Sitze im vorderen Wagenteil sind nicht auf Podesten angeordnet. Die Einstiege bei den Türen 1 und 2 sind stufenlos. Durch «Kneeling» (Absenken der rechten Fahrzeugseite) lässt sich die Einstiegshöhe zusätzlich reduzieren. Bei der dreitürigen Version sind beim hinteren Einstieg zwei Tritte zu erklimmen. Zudem verfügen diese Wagen über deutlich weniger Sitzplätze. Die jüngeren Wagen (ab Nr. 87) sind mit einer von Hand bedienbaren Rollstuhlrampe bei der Türe 2 ausgerüstet.

Die ersten Fahrzeuge schieden im Dezember 2010 aus (Nrn. 82 und 83). Nach und nach werden auch die übrigen Wagen durch die Nachfolgemodelle Citaro FL oder C2 ersetzt. Der 2011 an die AGSE verkaufte Wagen 86 kam 2013 mit der Fusion der beiden Betriebe wieder an die BLT zurück und verkehrte noch kurze Zeit als Nr. 4.

Spätere Änderungen (Auswahl):

  • ab 2009: Montage von Bildschirmen für die Fahrgastinformation anstelle der alten, einzeiligen Anzeige
 
Technische Daten bei Inbetriebsetzung:
Anzahl Wagen:
33
Wagennummern:
81 bis 85, 86 (2013 4), 87
91 bis 97
31 bis 46
1 und 2
9
Im Linienbetrieb:
1998 bis
Chassis, Karosserie:
MB O 530 Citaro C1
Anschaffungskosten/Wg.:
k. A.
Länge über Stossbalken:
11'950 mm
Breite:
2'550 mm
Höhe über Dach:
2'871 mm
Radstand:
5'845 mm
Taragewicht: ca. 10'950 kg
Sitz-/Stehplätze:
39+1/68 (81–87, 1+2)
39+1/65 (91–97)
32+1/72 (31–40)
29+1/73 (41–46)
k. A. (9)
Höchstgeschwindigkeit:
k. A.
Motor: MB OM 906 hLA EURO 2
(81–87, 91–97, 1+2)
MB OM 906 hLA EURO 3
(31–46, 9)

Alle Motoren: Diesel, Turboaufladung, Ladeluftkühlung
Anzahl Zylinder:
6
Hubraum:
6'374 ccm
Leistung:
279 PS bzw. 205 kW
Getriebe:
vollautomatisches 5-Gang-Getriebe mit Drehmoment-Wandler ZF Ecomat
Bremsen:
▪ Zweikreis-Druckluftbremse
▪ hydrodynamischer Retarder (im Getriebe integriert)
▪ Haltestellenbremse
▪ Federspeicher-Feststellbremse


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Aktualisiert am 04. September 2016