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Gleisverwerfung

Als Gleisverwerfung wird ein Gleislagefehler bezeichnet, welcher in der Regel durch thermische Einflüsse entstanden ist.

Die Gleise von Eisen- und Strassenbahnen werden seit geraumer Zeit durchgängig verschweisst, d. h., es gibt kein Stosslückengleis (mit parallel liegenden verlaschten Stössen) mehr. Dabei muss der Gleisunterbau so ausgelegt sein, dass er auch jene hohen Kräfte aufnehmen kann, welche sich durch die Ausdehnung der Schienen bei Wärmeeinfluss ergeben. Eine Längenausdehnung der Schienen kann nicht mehr stattfinden.

Kann der Unterbau diese Kräfte beispielsweise aufgrund mangelhafter Verlegung, mangelhafter Unterhaltung oder extremer Hitze in den Sommermonaten nicht (mehr) aufnehmen, kommt es zu einer Ausdehnung der Schienen und somit zu einer horizontalen oder (seltener) vertikalen Ausknickung des Gleisrostes.

Eine Gleisverwerfung ist sicherheitsgefährdend und sollte unbedingt durch sorgfältige Wartung und/oder andere geeignete Massnahmen vermieden werden.

Siehe auch: Gleisverdrückung.

   
Gleisverwerfung auf der Strecke Rodersdorf–Leymen der BLT mit provisorischer Wasserkühlanlage aus dem Hobbygärtnersortiment (Sommer 2010).
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. DFA_5894)

 

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Aktualisiert am 28. April 2013