Birseckbahn AG (BEB)

   Ce 2/3 1–4 (1934–1971)


Wagen 1 als Dreiachser im letzten Betriebszustand Ende der Sechzigerjahre (Aufnahme beim Depot Arlesheim).
© Claude Jeanmaire (Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen)

 

Die äusserst guten Erfahrungen, welche die Birseckbahn mit den zu Dreiachsern umgebauten «Valutawagen» gemacht haben, ermutigten die Betriebsleitung, noch einen Schritt weiter zu gehen und mit dem Umbau der ältesten Motorwagen (Ce 2/2 14) zu beginnen.

Durch Einfügen eines Fensters wurde der Wagenkasten verlängert. Ein dreiachsiges Lenkuntergestell verbesserte den Wagenlauf erheblich und die neue Druckluftbremse erhöhte die Betriebssicherheit. Lieferant des Untergestells war die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik. Diese übernahm auch die Verlängerung des Wagenkastens.

Die neuwertigen Fahrzeuge konnten so weitere Jahre nützliche Dienste erweisen. Bereits 1941 wurde jedoch der Ce 2/3 3 nach einem heftigen Zusammenstoss mit dem Ce 4/4 450 «Dante Schuggi» der Basler Strassenbahnen ausrangiert. Die Ausmusterung des Be 2/3 2 erfolgte 1969 ebenfalls nach einer Kollision.

Der Wagen Nr. 4 wurde 1953 aus dem Personenverkehr zurückgezogen und als Dienstwagen verwendet. Ende 1956 erhielt er die Bezeichnung Xe 2/3 111. Ersetzt durch den entsprechend angepassten Be 2/3 1 (neu Xe 2/3 113) wurde der Xe 2/3 111 im Oktober 1973 zum historischen Fahrzeug deklariert. Eine begonnene Restaurierung wurde aber nicht vollendet; das zerlegte Fahrzeug verfiel in einen Dornröschenschlaf. Erst im Hinblick auf das Jubiläum «100 Jahre Birseckbahn» erinnerte man sich des Wagens. Unter Verwendung einer gehörigen Portion Phantasie und Teilen des Xe 2/2 113, welcher anschliessend abgebrochen wurde, erfolgte der Wiederaufbau. Neu eingebaut wurden unter anderem Magnetschienenbremse, Kühlschrank und HiFi-Anlage... Die Stirnwandtüren entfielen. Seit Mitte 2002 steht der als Ce 2/3 4 bezeichnete Dreiachser für Extrafahrten zur Verfügung.

Spätere Änderungen (Auswahl):

  • 1935: Ersatz des Lyrabügels durch einen Pantographen
 
Technische Daten nach Umbau:
Anzahl Wagen: 4
Wagennummern: 1 bis 4
Im Linienbetrieb: 1934 bis 1971
Mechanischer Teil: Bautzen, SLM
Elektrische Ausrüstung: EGA, BBC
Umbau:
SLM
Umbaukosten/Wg.:
CHF 25'000.–
Länge über alles: 9'310 mm
Grösste feste Breite: 2'100 mm
Grösste feste Höhe: 3'400 mm
Gesamtradsatzabstand: 3'800 mm
Radsatzfolge: A'1'A'
Dienstgewicht: 12'300 kg
Sitz-/Stehplätze: 24/28
Höchstgeschwindigkeit: 35 km/h
Anzahl Fahrmotoren: 2
Hersteller/Typ: BBC
Stundenleistung: 2 x 53 PS bzw. 2 x 39 kW
Übersetzungsverhältnis: k. A.
Bremsen:
▪ elektrische Widerstandsbremse
▪ indirekt wirkende Druckluftbremse
▪ Handbremse
▪ Einrichtungen für Anhängewagen-Solenoidbremse

 


Be 2/3 2 nach der Frontalkollision mit dem Be 2/4 12 am 22. Mai 1969 in der Hirslandkurve.
© Rolf Villoz (Sammlung Tramclub Basel)

 

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Aktualisiert am 09. Dezember 2012