Birseckbahn AG (BEB)

   Ce 2/3 7–9 (1934–1972)


Ce 2/3 8 nach einer Revision in den Fünfzigerjahren.
© Karl Suter (Sammlung Tramclub Basel)

 

Der unruhige Lauf der zweiachsigen Motorwagen gab immer mehr zu denken. Die BEB entschloss sich daher, neben den Ce 2/2 1–4 auch die «Valutawagen» mit einem dreiachsigen SLM-Lenk-Untergestell zu versehen. Da die Wagen bereits im zweiachsigen Zustand einen grossen Überhang hatten, war es nicht nötig, den Wagenkasten wie bei den Ce 2/3 1–4 zu verlängern.

Am 21. April 1934 konte der erste Umbau dem Betrieb übergeben werden. Mit dem im Juli 1934 fertiggestellten Ce 2/3 8 wurden auch auf dem Netz der Basler Strassenbahnen umfangreiche Versuchsfahrten durchgeführt. Es galt dabei vor allem den Grad des Schlingerns in den Kurven und auf den Strecken nach Aesch und Riehen festzustellen. Die Versuchfahrten fielen in jeder Hinsicht befriedigend aus.

1952 wurden die ursprünglichen und zu schwachen Schleifring-Kontroller von SSW durch BBC-Nockenfahrschalter ersetzt. Die eletrische Bremse hätte von nun an auch als Betriebsbremse benutzt werden können, doch galt der Birseckbahn die Regel, dass die Druckluftbremse als Betriebs- und Notbremse zu verwenden sei. Die elektrische Bremse wurde so gut wie nie benutzt.

Ansonsten haben die drei Motorwagen kaum Änderungen erfahren. Sie standen bis Anfang 1972 im regelmässigen Einsatz. Die Be 2/3 7 und 8 wurden noch im selben Jahr verschrottet.

Der Be 2/3 9 wurde hingegen im Depot Arlesheim remisiert und ging 1974 (zusammen mit dem BVB-Be 2/2 160 und dem BVB-B2 1130) in den Besitz des «Vereins Kärntner Eisenbahnfreunde» (VKEF, später Verein «Nostalgiebahnen in Kärnten») über. Der Wagen wurde allerdings als Leihgabe an das Deutsche Strassenbahn-Museum bei Hannover (DE) weitervermittelt und dort jahrelang im Freien abgestellt. Erst im September 1997 konnte er – zwischenzeitlich arg in Mitleidenschaft gezogen und nicht mehr betriebsfähig – mit finanzieller Unterstützung des Tramclub Basel im Museum für Verkehr und Technik (Historama) in Ferlach (AT) sicher untergebracht werden (Bild).

 
Technische Daten nach Umbau:
Anzahl Wagen:
3
Wagennummern:
7 bis 9
Im Linienbetrieb:
1934 bis 1972
Mechanischer Teil:
Lindner, SLM
Elektrische Ausrüstung:
SSW
Umbau:
SLM
Umbaukosten/Wg.:
CHF 12'000 bis 15'000.–
Länge über alles:
11'070 mm
Grösste feste Breite:
2'100 mm
Grösste feste Höhe:
3'400 mm
Gesamtradsatzabstand:
4'600 mm
Radsatzfolge:
A'1'A'
Dienstgewicht:
14'400 kg
Sitz-/Stehplätze: 24/32
Höchstgeschwindigkeit:
35 km/h
Anzahl Fahrmotoren: 2
Hersteller/Typ:
SSW 
Stundenleistung: 2 x 63 PS bzw. 2 x 46 kW
Übersetzungsverhältnis:
1:4,29
Bremsen: ▪ elektrische Widerstandsbremse
▪ indirekt wirkende Druckluftbremse
▪ Handbremse
▪ Einrichtungen für Anhängewagen-Solenoidbremse

 

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Aktualisiert am 19. Februar 2015