Home Anhängewagen Vierachsige Anhängewagen 1416-1435, 1436-1455, 1456-1475, 1476-1506

 

 Basler Verkehrs-Betriebe (BVB)

   B 1416–1435, 1436–1455, 1456–1475, 1476–1506 (1961–)


B 1424 im letzten Betriebszustand (9. Mai 2003, Depot Dreispitz). Die Lufteintrittsöffnungen für die ausgebaute Druckbelüftungsanlage in den Dachrundungen der Schrägwände vorne rechts und hinten links sind verschlossen.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 36.233)

 

Zwischen 1961 und 1972 nahmen die Basler Verkehrs-Betriebe 91 vierachsige, in vier Serien gelieferte Anhänger in Betrieb, die als gemeinsames Merkmal über luftgefederte Drehgestelle und Scheibenbremsen verfügten. Damit und mit ihrem moderneren Intérieur unterschieden sich die Grossraumwagen mit den Nummern 1416–1506 deutlich von den B 1401–1415 aus den Jahren 1947–48.

Der von den Flug- und Fahrzeugwerken Altenrhein gebaute Wagenkasten wurde mit Drehgestellen aus dem Hause Schindler Waggon kombiniert. Die wartungsarmen Fahrwerke wiesen aussergewöhnlich gute Laufeigenschaften auf.

Der Bodenrahmen war eine Stahlblech-Konstruktion. Demgegenüber bestanden Kastengerippe, Verblechung und Dach aus Leichtmetall. Markanteste Neuerung gegenüber der Inneneinrichtung der ersten Grossraum-Anhängewagen waren die gepolsterten Sitze und die Leuchtstoffröhren-Innenbeleuchtung. Billeteurkabinen erhielten nur noch die B 1416–1435. Zur Belüftung konnten die Oberteile der gummigefassten Fenster aufgeklappt werden. Ursprünglich war zudem eine Druckbelüftungsanlage vorhanden.

Um auf allen Linien mindestens einen Fahrzeugteil mit Niederflur-Einstieg anbieten zu können erfuhren ab 1997 35 Anhänger einen aufwändigen Umbau in der BVB-eigenen Werkstätte. Dabei wurde der Wagenboden zwischen den Drehgestellen auf eine Höhe von 230 mm über der Schienenoberkante abgesenkt und ein dritter Einstieg mit elektrisch betriebener Schwenkschiebetüre ein («Sänfte») nachgerüstet. Ausserdem wurden die Sitze anders angeordnet und der Innenraum neu gestaltet. Die Umbaukosten betrugen rund CHF 335‘000.– pro Fahrzeug.

Spätere Änderungen (Auswahl):

  • ab ca. 1974: Stilllegung der Druckbelüftungsanlage
  • 1967: Ausbau der Billeteursitze (B 1416–1435)


Ab 2001 schieden erste Wagen aus dem Bestand, wobei die B 1416–1422 an die BLT verkauft wurden (B 1316–1322) und ein gutes Dutzend Anhänger nach Belgrad gelangten. Der B 1436 erhielt 2009 Einrichtungen für die Fahrleitungs-Enteisung und steht seither nicht mehr im Fahrgasteinsatz. Bis 2017 wird sich der Bestand auf rund 21 Fahrzeuge (ausschliesslich solche mit Niederflurbereich sowie B 1436) eingependelt haben.

 
Technische Daten bei Inbetriebsetzung:
Anzahl Wagen: 91
Wagennummern:
1416 bis 1435
1436 bis 1455
1456 bis 1475
1476 bis 1506
Im Linienbetrieb:
1961 bis 
Mechanischer Teil:
FFA, SWP
Anschaffungskosten/Wg.: CHF 162'889.– (1416–1435)
CHF 257'755.– (1436–1455)
CHF 268'624.– (1456–1475)
CHF 289'013.– (1476–1506)
Länge über alles:
13'750 mm
Grösste feste Breite:
2'200 mm
Höhe über Dach:
3'230 mm
Radsatzabstand im Drehgestell:
1'700 mm
Drehgestellmittenabstand:
6'400 mm
Taragewicht:
ca. 10'200 kg
Sitz-/Stehplätze: 25+1/80 (1416–1435)
27/81 (1436–1506)
Höchstgeschwindigkeit:
60 km/h
Bremsen: ▪ indirekt wirkende Druckluftbremse
▪ Magnetschienenbremse
▪ hydromechanische Feststellbremse

 


Vorne der mit einem Niederflur-Mitteteil und zusätzlichem Einstieg versehene B 1501, dahinter der nicht umgebaute B 1460.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 38_17)


Der mit Einrichtungen für die Enteisung der Fahrleitung ausgerüstete B 1436 hinter einem Be 4/4 im Auberg (17. Februar 2012).
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 36_336)

Zurück     Fahrzeugporträts     Serien-Übersicht

 

Aktualisiert am 04. September 2016