Basler Verkehrs-Betriebe (BVB)

   C4 451 (später 750/1400) (1915–1967)


C4 451 im Originalzustand anfangs der Zwanzigerjahre.
© B.St.B./BVB (Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen)

 

Zum Mitteleinstiegs-Motorwagen Ce 4/4 401 lieferte SIG auch einen passenden Anhängewagen C4 451. Dieser war der erste vierachsige Anhängewagen in Basel und sollte es für die nächsten 32 Jahre auch bleiben. Vor der Ablieferung an die B.St.B. wurde der C4 451 zusammen mit «seinem» Motorwagen an der Landesausstellung in Bern gezeigt. Der Transport nach Basel erfolgte im November 1914, die Inbetriebnahme erst 1915.

Sowohl der Wagenkasten als auch die Drehgestelle entsprachen weitgehend dem Motorwagen. Somit waren Druckluftbremse und eine tiefliegende Mittelplattform vorhanden. Über den Drehgestellen befanden sich je ein Raucher- und ein Nichtraucherabteil mit ledergepolsterten Quersitzen und umlegbaren Rückenlehnen. Die Polsterung wurde später entfernt.

Am 5. November 1945 wechselte die Wagennummer auf 750. Entsprechend dem neuen Numerierungsplan erfolgte bereits am 13. Mai 1948 eine erneute Umnumerierung in C4 1400.

Eine derart weitgehende Modernisierung mit Umbau zum Einrichtungswagen, wie sie beim Ce 4/4 400 in den Jahren 1955–56 durchgeführt worden war, liess sich beim C4 1400 aus Kostengründen nicht verantworten. Hinzu kam, dass der schwere Anhängewagen nur unwirtschaftlich betrieben werden konnte. Anlässlich einer Revision Ende 1957 wurde daher hauptsächlich der Innenraum aufgefrischt, der Plafond mit Pavatex verkleidet und die Seitenwandfüllungen in Renowit ausgeführt.

Die Ausmusterung des Wagens erfolgte auf den 31. Dezember 1967. Der sich noch weitgehend im Ablieferungszustand befindende Anhänger wurde durch die Firma Imfeld in Muttenz abgefackelt. Die erstrebenswerte museale Erhaltung gelang leider nicht und führte unter anderm zur Gründung des Tramclubs Basel.

Spätere Änderungen (Auswahl):

  • 02.1920: Knorr-Druckluftbremse auf Westinghouse-Zweikammer-System umgebaut
  • 11.1925: optische Signalgebung und Dachrutenkupplungen
  • 1945–46: Ausbau der Magnetschienenbremse
  • 1951: halbautomatische +GF+-Kupplungen (Länge über alles neu 12’950 mm)
 
Technische Daten bei Inbetriebsetzung:
Anzahl Wagen: 1
Wagennummern:
451 (ab 1945 750, ab 1948 1400)
Im Linienbetrieb: 1915 bis 1967
Mechanischer Teil: SIG
Anschaffungskosten/Wg.: CHF 30'700.–
Länge über alles:
12'850 mm
Grösste feste Breite: 2'170 mm
Höhe über Dach: 3'315 mm
Radsatzabstand im Drehgestell: 1'400 mm
Drehgestellmittenabstand: 6'000 mm
Taragewicht: 12'800 kg
Sitz-/Stehplätze: 34/17
Höchstgeschwindigkeit: 30 km/h
Bremsen: ▪ Solenoidbremse
▪ direkt wirkende Druckluftbremse
▪ Magnetschienenbremse
▪ Handbremse

 

Fahrzeugporträt     Serien-Übersicht     Weiter

 

Aktualisiert am 08. Juni 2016